Zwischen 1974 und 1978 führten Ingrid und Günter Maag eine umfangreiche archäologische Ausgrabung an der Klosterruine Brunnenburg durch. Mit großem persönlichen Einsatz und wissenschaftlicher Sorgfalt legte das Ehepaar bedeutende Teile der mittelalterlichen Anlage frei.

Die Arbeiten förderten Mauerreste, Fundamentstrukturen und Hinweise auf die ursprüngliche Nutzung des Geländes zutage. Durch ihre Dokumentation konnte die Geschichte der Brunnenburg erstmals systematisch aufgearbeitet werden.

Die Ausgrabung gilt bis heute als Grundlage für das Verständnis der Anlage und hat wesentlich dazu beigetragen, die Ruine als kulturelles Erbe der Region sichtbar und erlebbar zu machen.

Der ausführliche Untersuchungs- und Grabungsbericht erschien als fünfteiliger Bericht in den Nassauer Annalen:

  • Ziel: Dokumentation der noch sichtbaren Mauerreste und erste Bestandsaufnahme
  • Methode: Vermessung der Anlage, Anlegen von Suchschnitten zur Feststellung der Mauerverläufe
  • Ergebnisse:
    • Identifizierung einer mehrteiligen Klosteranlage mit Kirche, Klausurgebäuden und Nebentrakten
    • Fund erster Keramikfragmente aus dem Hoch- und Spätmittelalter
    • Erste Hypothesen zur Bauabfolge
  • Fokus: Wirtschaftsgebäude und Klosterhof
  • Ergebnisse:
    • Nachweis von Stallungen und Lagerräumen
    • Entdeckung einer Brunnenanlage im Hofbereich 
    • Keramikfunde mit Spuren starker Nutzung; vermutlich Koch-und Vorratsgefäße